Fass oder Flasche?

Schmeckt's denn nicht gleich?

Worin ist das Bier am besten aufgehoben?

Aus der Flasche ins Glas. So kennen es wohl die meisten Deutschen ein Bier zu genießen. Zumindest zu Hause ist Flaschenbier fast die einzige Verpackungsvariante. Fassbier ist mit zu großen Aufwand verbunden und ein teurer Spaß für den privaten Gebrauch. Dem Bier aus der Dose eilt ein schlechter Ruf voraus. Die Glasflasche macht schließlich einiges her, kann je nach Produkt schon fast edel aussehen und oftmals schimmert einem die Farbe des Bieres bereits entgegen. Die Flasche ist handlich, bleibt eine gute Zeit lang kühl, kann in beliebigen Formen und Größen hergestellt werden und fügt sich in ein funktionierendes Pfandsystem ein. Nichts zu meckern also? Nun ja, fas(s)t.

Licht ins Dunkle bringen

Gemessen an der Qualität der Aufbewahrung, hat die Glasflasche einen entscheidenden Nachteil: Sie ist lichtdurchlässig. Das UV-Licht löst chemische Reaktionen im Hopfen aus, was einen leicht schwefeligen und unangenehmen Geruch entstehen lässt. Die im Hopfen enthaltenen Bitterstoffe reagieren unter Lichteinfluss mit schwefelhaltigen Aminosäuren – der so genannte "Lichtgeschmack" entsteht. Die übliche grüne oder braune Färbung des Glases filtert die UV-Strahlen nur mäßig. Vollkommen durchsichtige Flaschen filtern das Licht am schlechtesten und existieren auf dem Biermarkt schlichtweg nur zu Marketingzwecken. Übrigens: Auch künstliche Lichtquellen, wie Neonleuchten, beeinträchtigen das Bier! Schwarze (lackierte) Flaschen wären hier noch die beste Lösung, jedoch findet man diese in Deutschland nur selten.
Hier trumpft das Fass sowie die Dose. Für den Erhalt der Bierqualität sind diese beiden Varianten deutlich geeigneter als die Glasflasche.

Dennoch werden Fass und Dose in Zukunft wohl kaum am beliebten Glasbehältnis vorbeiziehen. Dass Sie nun gezielt nur noch nach Bieren in dunklen Flaschen suchen, wäre doch übers Ziel hinaus geschossen. Wer sich einen großen Biervorrat zulegen will, sollte allerdings sorgfältig planen, wo und wie verpackt er das Bier aufbewahren kann. Am besten ein geschlossener, dunkler und kühler Raum. Zwar kann Bier aufgrund der antibakteriellen Wirkung des Hopfens sowie dem Alkohol nicht schlecht werden (trotz Mindesthaltbarkeitsdatum), aber es leidet dennoch der Geschmack und die Bierqualität.

Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden. Abonnieren Sie einfach unseren Newsletter.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie die Webiste weiter besuchen, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.