Deutschland, deine Biere

Deutsche Bierregionen und ihre bekanntesten Vertreter

Deutschland, die Biernation – wir geben ihnen einen kurzen Überblick über die Bierlandschaft in Deutschland.

Kaum eine andere Nation hat einen stärkeren traditionellen Bezug zum Bier als Deutschland. Die Vielfalt an unterschiedlichen Biersorten scheint endlose und so sind es laut Deutschem Brauer-Bund rund 5.000 Verschiedene. Die bekanntesten Vorreiter sind mittlerweile nahezu im ganzen Land verbreitet, wenn sie auch alle ihren Ursprung haben.

Die Nummer Eins

Der Vorreiter aller Biere in Deutschland ist, mit rund 50% Marktanteil, unumstritten das Pils. Die bekanntesten Hersteller stammen zwar aus Nordrhein-Westfalen, jedoch ist es bundesweit beliebt. Eigentlich ist das Pils ein Jüngling unter den Biersorten (19. Jahrhundert), bewies sich aber sehr schnell in sämtlichen Regionen des Landes und über dessen Grenzen hinaus. Es ist weltweit als ein typischer deutscher Biervertreter bekannt, wenngleich sein Ursprung im tschechischen Pilsen liegt und dem Bier daher den Namen gab.

Die Nummer zwei deutscher Biersorten ist das etwas stärker als Pils eingebrautes Export. Auch dieses Bier ist bundesweit beliebt und bekannt. Seine Wurzeln liegen im Ruhrgebiet, genauer im Raum Dortmund. Der Name ist hierbei kein Zufall: Durch den erhöhten Alkoholgehalt sollte es für weite Transportwege länger haltbar gemacht werden.

Ebenfalls im Westen zu Hause sind Kölner Kölsch und Düsseldorfer Alt. Beide Biere in einem Satz erwähnen? Das scheint gewagt. Wenngleich beide Vertreter aus dem Rheinland sonst nur Rivalitäten gemein haben, teilen sie sich große Braugeschichte, Kultur und Tradition. In ihren jeweiligen Regionen dominieren beide die Zapfhähne vieler Gastronomien. Sie fügen sich tadellos an typische Speisen des Rheinlands.

Ein Blick gen Osten

Weit in östlicher Richtung trübt sich das Bierglas dunkler: das Schwarzbier ist in Thüringen beheimatet und ein absoluter Klassiker zu vielen Gerichten heimischer und populärer Kultur. Die typische dunkle Färbung entsteht durch die Verwendung eines dunklen Braumalzes oder Röstmalzes. Die Verwendung von Röstmalz oder dunklem Braumalz sorgt für die typische Färbung.

Ein stück nördlich gelegen findet man das zwar spezielle aber genauso bekannte Berliner Weißbier oder auch nur Berliner Weiße genannt. Das obergärige Bier bringt einen leicht säuerlichen Geschmack mit sich. Der wird es heute vorwiegend mit Fruchtsirup vermischt und ist eine beliebte Erfrischung im Sommer im und rund um den Berliner Raum.

Ebenfalls ein speziellerer Vertreter der bekannteren Biersorten ist das Bockbier. Tendenziell teilt es mit seiner Farbe die Nation: Dunkles im Süden, Helles im Norden. Das Starkbier hat seinen berühmten Ursprung im niedersächsischen Einbeck, wenngleich es vergleichsweise recht wenig getrunken wird. Heute ist es in südlichen Regionen beliebt und oft gebraut.

Als wahrer Klassiker des Südens gilt das Weizenbier. Als bayrischer Vertreter findet man es im Sommer in fast jedem deutschen Biergarten. Es ist zwar mittlerweile in sämtliche Regionen des Landes vorgedrungen, jedoch zeigt es sich nach wie vor heimatbewusst: rund 80% aller Weizenbiere werden in Bayern gebraut. Ohnehin ist das Bundesland und die fränkische Region das Gebiet mit der weltweit höchsten Dichte an Brauereien.

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