Bierische Mythen Teil 2

Wahrheit oder Unfug?

Wir haben uns erneut die unzähligen Gerüchte rund ums Bier genauer angeschaut.

Hier geht's zu unserem Teil 1 der Biermythen!

Bier und Sonne machen schneller betrunken

Stimmt! Hier ist Vorsicht geboten. Sind wir Hitze ausgesetzt, reguliert der Körper seine Temperatur selbst herunter – wir schwitzen. Der Flüssigkeitsverlust sorgt für eine höhere Alkoholkonzentration im Blut. Man wird also tatsächlich schneller betrunken, wenn der Flüssigkeitsverlust nicht zusätzlich mit Wasser ausgeglichen wird. Hinzu kommt, dass die hohen Temperaturen das Kreislaufsystem schwächen und der Alkohol so Schwindel und Beeinträchtigung der Sinne verstärkt.
Übrigens gilt dasselbe Prinzip für das kühle Bier nach dem Sport, etwas als Durstlöscher. Auch hier gelangt der Alkohol schneller ins Blut. Die Organe können mit dem Alkoholabbau im erschöpften Zustand schnell überfordert sein.


Dosenbier = Billigbier

Falsch! Nun – rein preislich betrachtet mag das zunächst stimmen, jedoch ist dies lediglich ein Resultat des Erfolgs der Glasflasche. Von der Wertigkeit der Verpackung ist die Dose der Flasche nämlich eigentlich einiges voraus. Der entscheidende Faktor: Licht. Die UV-Strahlung verschlechtert auf lange Sicht den Geschmack des Bieres. Dieser Effekt ist bei Grün- und Weißglasfalschen nochmals erhöht, die Dose hingegen schützt vor sämtlichem Lichteinfall. Genaueres zum Thema Verpackung von Bier gibt’s "Fass oder Flasche?" zum nachlesen.


Von Weizen brummt der Schädel

Stimmt! Und „Fusel“ ist Schuld! Damit ist allerdings nicht der bekannte billige Fusel an Weizenbier gemeint, dessen mindere Qualität vielleicht für den stärkeren Kater sorgt. Weizenbier enthält mehr Fuselalkohole, die aus Fuselölen während der Gärung entstehen. Beim Abbau dieser Stoffe im Körper, entstehen bestimmte Giftstolle als Nebenprodukte. Diese verlangen den Organen und dem Stoffwechsel einiges ab und stellen eine zusätzliche Belastung da. Unter diesen Umständen kann es zu einer leichten Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff führen – das Ergebnis sind dann spürbare Kopfschmerzen am nächsten Morgen. Damit man jedoch einen deutlichen Unterschied zu anderen Biersorten, wie z.B. Pils, bemerkt, ist eine ordentliche Menge zu trinken.


Ein Pils braucht sieben Minuten!

Falsch! Zumindest heutzutage. Lange galt es unter Pils-Kennern als feste Regel: Ein gut gezapftes Pils dauert sieben Minuten. Bei alten Zapfanlagen ist dies sicherlich noch der Fall. Hier gab bzw. gibt es nur die Möglichkeiten den Bierfluss mit vollem Druck durch den Hahn zu jagen oder ihn eben ganz zu zudrehen. Das sorgt für eine extreme Schaumbildung und so braucht das Bier eben seine gewiss sieben Minuten, bis es fertig und ansehnlich im Glas ist. Aber moderne Zapfanlagen sei Dank! Denn diese steuern den Druck der Leitungen viel präziser und so kann das Bier mit der Richtigen Technik viel schneller in seinen perfekten Trinkzustand gelangen. Das Schaumkrönchen kommt zum Schluss durch die Hahnöffnung nach hinten hinzu.


Dunkles ist stärker als Helles!

Falsch! Grundsätzlich spielt die Farbe des Bieres keine Rolle beim Alkoholgehalt. Die Färbung entsteht lediglich durch die unterschiedlich verwendeten Malzarten. Je nachdem wie lange und bei welcher Temperatur das Malz vor dem Brauen getrocknet wird. Dabei gilt die Faustregel: Je länger und wärmer, desto dunkler das Bier. Geröstetes Malz gibt dem Bier eine noch dunklere bis fast schwarze Farbe. Auf den Alkoholgehalt hat jedoch keiner dieser Vorgänge Einfluss. Der entsteht erst bei der anschließenden Gärung, bei der Hefe hinzugefügt und der Zucker im Malz in Kohlensäure und schließlich Ethanol bzw. Alkohol gewandelt wird.


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